Klinik in der Plöck

Team

Unser Klinik-Team ist gerne für Sie da und besteht aus erfahrenen, gut qualifizierten und weitergebildeten Mitarbeitenden verschiedener Berufsgruppen. Um die verschiedenen Bausteine des Therapieprogramms bereit zu stellen und um Ihnen die bestmögliche Behandlungsqualität  zu garantieren arbeitet unser Team in stetigem und engen Austausch zusammen. 

In die therapeutische Arbeit sind ein Psychotherapeut, eine Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, PsychologInnen, eine Ergotherapeutin, eine SporttherapeutIn sowie eine Ernährungsberaterin involviert.

Dr. med. Arne Zastrow

Chefarzt

FA für Innere Medizin
FA für psychosomatische Medizin und Psychotherapie

Ralf Winter

Therapeutische Leitung

Dipl.-Psychologe
Psychologischer Psychotherapeut

Barbara Hilligardt

Ärztliche Leitung

FÄ für Psychiatrie und Psychotherapie

 

Martina Wörner

Verwaltung | Aufnahme

06221-432-2780
E-Mail

Lage & Ausstattung

Die Tagesklinik liegt im Herzen von Heidelberg und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln bequem erreichbar. Bei 14 ganztägig-ambulanten Behandlungsplätzen entsteht eine familiäre, von Vertrauen und Respekt geprägte Atmosphäre.
Für Menschen, die keine stationäre Therapie benötigen oder bei denen dies aufgrund der Lebenssituation nicht möglich ist, weil beispielsweise Kinder, pflegebedürftige Angehörige oder Haustiere versorgt werden müssen, stellt die ganztägig-ambulante Behandlung die ideale Therapieform dar. 
Das Behandlungssetting kombiniert Alltagsbezug mit intensiver therapeutischer Unterstützung. Sie werden zum Experten der Suchtbewältigung in ihrem eigenen Lebensalltag.

Unsere Tagesklinik ist barrierefrei. Alle Bereiche sind auch für Rollstuhlfahrer leicht zugänglich.

Behandlungs-Schwerpunkte

Noch immer ist die Alkoholabhängigkeit die am weitesten verbreitete Form der Sucht in Deutschland. Nach aktuellen Erhebungen sind 1,7 Millionen Deutsche abhängig von diesem Stoff, der physiologisch betrachtet ein Zellgift ist und dessen regelmäßiger Konsum erhebliche körperliche und seelische Folgeschäden anrichtet.

Rund jeder Vierte ist selbst direkt ( oder im engen Familienkreis) betroffen. Dabei spielen genetische Einflüsse ebenso eine Rolle wie das soziale Umfeld, Stressfaktoren und seelische Eigenheiten. In der Behandlung legen wir einen Schwerpunkt auf die veränderbaren Anteile dieser Bedingungen.

Um nicht erneut zur Flasche zu greifen, wenn ich abschalten möchte oder von Konflikten, Überforderung oder Trauer herausgefordert bin, ist die Stärkung von Selbstbewusstsein und Eigenverantwortung Voraussetzung.

Nach der erfolgten akuten Entgiftung bieten wir Betroffenen eine Entwöhnungsbehandlung an, die dazu dient, Hintergründe des Suchtverhaltens zu verstehen, Abstinenz zu trainieren und erneuten süchtigen Konsum zu verhindern. Dabei gilt es, die körperliche Gesundheit zu kräftigen durch Sport, regelmäßige gesunde Ernährung und ausreichenden Schlaf sowie ggf. Folgeschäden zu diagnostizieren und medizinisch zu behandeln.

Parallel werden in Einzel- und Gruppentherapien die Hintergründe der Suchtentwicklung und -aufrechterhaltung beleuchtet und alternative Einstellungen und Verhaltensweisen aufgezeigt. Wir ermutigen unsere Patientinnen und Patienten dazu, sich mitzuteilen und gerade in schwierigen Situationen die Auseinandersetzung nicht zu scheuen.

Angehörige von Alkoholkranken fühlen sich angesichts der Übermacht des Alkohols und vielfach gebrochenen Versprechungen oftmals selbst hilflos. Wir laden sie zu einem Angehörigen-Seminar ein, um gemeinsam mit anderen Bezugspersonen darüber zu sprechen, wie dies ist und welche Wege aus der Krise gangbar erscheinen. Der Austausch unter den Mitpatienten verdeutlicht, dass sich niemand mit seinen Problemen allein fühlen muss und ist ein wichtiger Wirkfaktor stationärer Therapie.

Drogenabhängigkeit hat vielfältige Ursachen. Meist steht  am Anfang der gemeinsame Konsum von scheinbar harmlosen Cannabisprodukten in der Clique.  Über Cannabis  erfolgt dann oft der Umstieg auf antriebssteigernde Drogen wie  MDMA, Amphetamine oder Halluzinogene wie LSD oder Psylocibin. 

Der Umstieg auf Drogen mit dem höchsten Suchtpotential wie Heroin, Kokain und Metamphetamine (Crystal Meth) stellt dann den Beginn der körperlichen Abhängigkeit und damit den Eintritt in den Teufelskreis der Sucht dar. Da der Handel von Drogen illegal und deshalb auf einem nicht kontrollierten Markt erfolgt, ergeben sich für die Konsumenten erhebliche zusätzliche Gesundheitsrisiken. Die Produkte werden von Dealern häufig mit hochgiftigen Beimengungen gestreckt und von den Betroffenen unter hygienisch bedenklichen Umständen konsumiert.

Wir bieten drogenabhängigen Patientinnen und Patienten nach abgeschlossener stationärer Entgiftung (Drogenentzug) eine Entwöhnungsbehandlung an, die dazu dient, Hintergründe des Suchtverhaltens zu verstehen, Abstinenz zu trainieren und erneuten süchtigen Konsum zu verhindern. Dabei gilt es, die körperliche Gesundheit durch Sport, regelmäßige gesunde Ernährung und ausreichenden Schlaf  zu kräftigen sowie ggf. Folgeschäden zu diagnostizieren und medizinisch zu behandeln.

Parallel werden in Einzel- und Gruppentherapien die Hintergründe der Suchtentwicklung und -aufrechterhaltung beleuchtet und alternative Einstellungen und Verhaltensweisen aufgezeigt. Wir ermutigen unsere Patientinnen und Patienten dazu, sich mitzuteilen und gerade in schwierigen Situationen die Auseinandersetzung nicht zu scheuen.

Stützende Angehörige beziehen wir wann immer möglich in die Behandlung mit ein. Oftmals ist auch ein Wechsel aus dem drogenassoziierten Umfeld nötig.

Etwa 180.000 Deutsche sind als pathologische Glücksspieler/ Glücksspielerinnen einzuordnen, ca. 326.000 zeigen ein problematisches Glücksspielverhalten. Für diese Menschen ist das „Spiel“ um Geld längst kein harmloser Zeitvertreib mehr, sondern eine Sucht, deren Preis nicht nur den finanziellen Ruin, sondern oft genug auch Auslöser für weitere Verluste darstellt. Partnerschaften und Familien zerbrechen, der Arbeitsplatz ist gefährdet oder dient einzig dazu, das „System am Laufen“ zu halten. Die Verfügbarkeit von Geldmitteln und deren Beschaffung werden zum zentralen Bestandteil des Alltags, der die Gedanken beherrscht.

Die Kraichtal-Kliniken haben mehr als 30 Jahre Erfahrung in der Behandlung pathologischer Glücksspieler und gehören in Deutschland zu den führenden Einrichtungen auf diesem Gebiet. Wir unterstützen Sie bei der Entscheidung zu dauerhafter Abstinenz , erarbeiten Strategien der Rückfallprophylaxe und etablieren mit Ihnen ein transparentes Geldmanagement. Weitere wichtige Therapieziele bestehen darin, Ihre Konfliktfähigkeit zu verbessern, alternative Formen der Freizeitgestaltung kennen zu lernen und umzusetzen (z.B. Sport, kreative Beschäftigung), die Eigenwahrnehmung zu schulen und soziale Kompetenzen zu trainieren.

Die Abhängigkeit von Medikamenten, meist Schlaf-, Beruhigungs- und Schmerzmittel, entwickelt sich oft schleichend und betrifft überwiegend Ältere, speziell ältere Frauen. Bei Verzicht auf derartige Medikamente stellen sich Entzugssymptome wie Schlaflosigkeit, innere Unruhe, Zittern ein, die nahelegen, diese mit weiterer Pharmazie zu behandeln – ein Teufelskreis, von dem geschätzt 1,2 – 1,5 Millionen Menschen in Deutschland betroffen sind. Nicht selten tritt ein schädlicher Arzneimittelgebrauch  parallel zu seelischen Beschwerden wie Angst, Schlaflosigkeit, depressiven Verstimmungen auf. Gerade deshalb ist eine ganzheitliche Betrachtung der Lebenssituation Betroffener zwingend.

Wir erarbeiten mit Ihnen ein festes Abdosierungsschema und lindern Entzugssymptome durch Entspannungsübungen, alternative Beschäftigungen oder auch andere Medikamente, die nicht abhängig machen. Wir überwachen Sie medizinisch und klären Sie umfassend auf. Maßnahmen der Schlafhygiene, einen geregelten Tagesablauf, regelmäßige Bewegung und gesunde Ernährung sowie ggf. Krankengymnastik und physikalische Therapie lassen im Verlauf viele Arzneimittel überflüssig werden.

Therapiebausteine

Unser Behandlungskonzept ist abstinenzorientiert und ganzheitlich ausgerichtet. Patientinnen und Patienten lernen, die individuellen Hintergründe, die zur Entwicklung und Aufrechterhaltung ihrer Suchterkrankung beigetragen haben besser zu verstehen und erwerben die Fähigkeiten und Fertigkeiten, ihren Alltag künftig suchtmittelfrei zu bewältigen.

Ein wichtiger Vorteil des ganztägig-ambulanten Behandlungssettings besteht darin, dass der Alltagsbezug für unsere Patientinnen und Patienten erhalten bleibt. Sie werden zu Experten der  Abhängigkeitsbewältigung in ihrem eigenen Lebensalltag.

Aktuelle Probleme können in der Therapie besprochen und erarbeite Strategien gleich ausprobiert werden. Ebenso können auftauchende Schwierigkeiten in der Umsetzung sehr zeitnah geklärt werden. Durch die tägliche Anwesenheit und die intensive therapeutische Unterstützung besteht gleichzeitig ein schützender und stark unterstützender Rahmen.

Das Therapiekonzept unserer Tagesklinik vereint damit die Vorteile der ambulanten und der stationären Rehabilitation.

Unser medizinisches Team (Fachärztin für Psychiatrie und Psychoterhapie, Physiotherapeut) unterstützt Sie bei der Verbesserung oder Wiedererlangung Ihrer körperlichen und seelischen Gesundheit. In der regelmäßigen ärztlichen Sprechstunde werden Sie intensiv beraten und vor allem auch bei der Koordination und Verbesserung ihrer ambulanten ärztlichen Versorgung unterstützt.

Unsere Patientinnen und Patienten werden individuell wahrgenommen und von einem engagierten, multiprofessionellen Team im Hinblick auf ihre persönlichen Anliegen und Ziele unterstützt. Für eine erfolgreiche Behandlung ist eine verbindliche, von Empathie und Wertschätzung geprägte therapeutische Beziehung besonders wichtig. Auf dieser Grundlage können Patienteninnen und Patienten ihre Entwicklung reflektieren, eigene Grenzen und Bedürfnisse wahrnehmen und lernen, sich aktiv für deren Sicherstellung einzusetzen.

Die Psychotherapie findet regelmäßig im Einzel- und Gruppensetting statt. Gemeinsam mit Ihnen erarbeiten und entwickeln wir individuelle Strategien, um mit Stresserleben und Belastungssituationen anders umzugehen, individuelle Probleme zu analysieren und zu lösen sowie  Probleme des Alltags selbstbewusster und konsumfrei zu meistern. Es ist uns hierbei wichtig, mit Ihnen auch an der Bewältigung psychischer Beschwerden zu arbeiten, die gegebenenfalls mit der Abhängigkeit zusammenhängen (z.B. Ängste, Depression, Traumata, emotionale Schwankungen).

Die Erfahrung, sich in Notlagen Hilfe holen zu können, ist oftmals ein erster Schritt zur Entwicklung von Eigenverantwortung, Selbstfürsorge und Selbstwirksamkeit. Neben der Bearbeitung von Problembereichen ist die Förderung von individuellen Ressourcen wesentlich für eine dauerhafte zufriedene Abstinenz. Die intensive Einzel- und Gruppentherapie wird durch vielfältige störungs- und themenspezifische Therapieangebote ergänzt.

Eine Suchterkrankung betrifft das gesamte Familiensystem. Deshalb beziehen wir, wenn gewünscht, auch Angehörige in die Therapie ein.

Das kreative Arbeiten in der Ergotherapie und der alltagspraktische Einsatz in der Arbeitstherapie stellen wichtige Erfahrungsfelder für die Entwicklung von Kompetenzerleben und Stärkung des Selbstwertgefühls dar. Hier können Patientinnen und Patienten ihre kreativen Fähigkeiten (wieder-)entdecken, Neues ausprobieren, lernen Misserfolge auszuhalten und Erfolgserlebnisse zu schätzen.

Die Wahrnehmung des eigenen Körpers in Ruhe und Bewegung fördert den positiven Kontakt mit dem Körper, den Aufbau von Widerstandskraft und Bewusstheit im Hier und Jetzt. In Sport und Bewegung finden Sie wichtige Ansatzpunkte, wie Sie sich in Ihrem Körper wohl fühlen oder auch bei emotionalen Krisen entlasten können.

Freizeitangebote

Aufgrund der attraktiven Lage im Herzen der historischen Altstadt Heidelbergs steht unseren Patienten der hohe Freizeitwert der Stadt zur Verfügung. Kurze Wege führen z.B. zu den Sehenswürdigkeiten der Altstadt, an den Fluss und die Neckarwiese sowie in den Stadtwald.

Die Therapie findet an sechs Tagen in der Woche (Mo. – Sa.) statt. Den Samstag Vormittag nutzen wir vor allem für Freizeitaktivitäten, die im Rahmen einer Abhängigkeitsentwicklung oft zu kurz gekommen sind. Es finden u.a. Kochprojekte,  Ausflüge z.B. mit der Bergbahn auf den Königstuhl oder Spaziergänge durch die Altstadt oder zum Heidelberger Schloss statt.

Auf der Karte finden Sie interessante Sehenswürdigkeiten in der näheren Umgebung, die sie zu Fuß, per Fahrrad oder mit Bus und Bahn erreichen:

zuweiser

  • Wir benötigen eine gültige Kostenzusage.
  • Damit wir die für die Behandlung erforderlichen patientenbezogenen Daten erheben, verarbeiten und speichern dürfen, benötigen wir eine entspechende Einwilligungserklärung. 
  • Patienteninnen oder Patienten sind bereit, während der Behandlung auf Suchtmittel zu verzichten und sollten bereits vor Therapiebeginn Abstinenz erreicht haben.
  • Es besteht eine stabile Wohnsituation und ein ausreichend stabiles soziales Umfeld, um täglich nach Therapieende nach Hause zurückkehren zu können.
  • Die Patientinnen oder Patienten sollten die Tagesklinik mit öffentlichen Verkehrsmitteln innerhalb einer Stunde erreichen können.
  • Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg (Federführung)
  • Deutsche Rentenversicherung Bund
  • andere Rentenversicherungsträger
  • Krankenkassen
  • Heilfürsorge
  • Beihilfe
  • Die Behandlungsdauer in unserer ganztägig-ambulanten Einrichtung beträgt in der Regel 12 Wochen. 
  • Die Behandlung in unserer Tagesklinik kann auch mit anderen Behandlungs-Settings kombiniert werden (Kombi-Therapie). Möglich ist z.B. eine der ganztägig-ambulanten Therapie voraus gehende stationäre Therapiephase oder eine ambulante Therapie bei der zuständigen Suchtberatungsstelle nach der Entlassung aus unserer Tagesklinik.
  • Unsere Klinik ist barrierefrei. Alle Bereiche sind auch für Rollstuhlfahrer leicht zugänglich.
  • Seh- oder hörgeschädigte Patientinnen und Patienten können in der Regel aufgenommen werden. Zu einer individuellen Abklärung nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf.

 

  • Patientinnen oder Patienten mit einer akuten Psychose können in unserem Behandlungssetting nicht behandelt werden.
  • Akut suizidale Patientinnen oder Patienten können nicht aufgenommen werden.
  • Eine allgemeingültige Zulassung nach § 35 BtmG besteht nicht.

Service

Die medizinische Rehabilitationsmaßnahme muss bei dem für Sie zuständigen Leistungsträger, d.h. der Deutschen Rentenversicherung, Ihrer Krankenversicherung oder dem Sozialleistungsträger beantragt werden. Suchtberatungsstellen sowie Ihr Hausarzt oder, wenn Sie sich gerade zur Behandlung in einem Krankenhaus befinden, der Sozialdienst des Krankenhauses beraten und unterstützen Sie bei der Antragsstellung und allen damit zusammenhängenden Fragen.

Wir bieten gerne an, unsere Klinik im Rahmen eines persönlichen Vorgesprächs kennen zu lernen und ihre Fragen zu unserem Behandlungsangebot zu beantworten. Ebenso lässt sich im persönlichen Vorgespräch klären, ob unsere Tagesklinik eine passende Behandlungsform für Sie darstellt.