Fachklinik Haus Kraichtalblick

Team

Um Sie bestmöglich unterstützen zu können, arbeiten in unserem multi-professionellen Team Menschen mit unterschiedlichen beruflichen Qualifikationen und langjährigen Erfahrungen  zusammen. Das engagierte und professionelle Zusammenspiel aller Mitarbeitenden stellt sicher, dass Sie das therapeutische Angebot optimal für sich nutzen können.

Egal ob Ärztin, Psychologin, Sozialpädagogin, Ergo- oder Arbeitstherapeutin, Physiotherapeutin, Erzieherin, Pflegepersonal oder Haustechniker – sie alle sind als zuverlässige Ansprechpersonen für Sie da. Allen gemeinsam ist eine von Wertschätzung, Einfühlung und Echtheit geprägte Haltung.

Dr. med. Arne Zastrow

Chefarzt

FA für Innere Medizin
FA für psychosomatische Medizin und Psychotherapie

Dr. med. Sven Seilkopf

Oberarzt | Ärztliche und therapeutische Leitung

FA für Psychiatrie, Psychotherapie, Sozialmedizin, Suchtmedizin

Sabine Sturm

Stv. therapeutische Leitung

Dipl.-Psychologin
Psych. Psychotherapeutin

Monika Wöhrle

Verwaltungsleitung | Aufnahme

07250-902-103
E-Mail

Lage & Ausstattung

Idyllisch gelegen inmitten der sanften Hügellandschaft des Kraichgaus bietet die Fachklinik Haus Kraichtalblick suchtkranken Frauen einen ansprechenden und sicheren Rahmen für ihre Therapie. Die überschaubare  Größe von 40 Betten sowie das speziell auf die Bedürfnisse von Frauen ausgerichtete ganzheitliche Behandlungskonzept garantieren ideale Voraussetzungen für eine intensive und effektive Therapie in persönlicher Atmosphäre. Das Mutter-Kind-Programm ermöglicht die Mitaufnahme von Kindern im Alter von 0-6 Jahren.

Unsere Patientinnen sind in freundlich ausgestatten Einzel- und Doppelzimmern mit eigenem Badezimmer untergebracht. Die Bibliothek mit Teeküche und gemütlicher Sitz- und Spielecke, das „Café Klatsch“ mit Sonnenterrasse, außerdem Sauna, Fitnessraum, die Sporthalle mit Kegelbahn, Tischtennis, Poolbillard sowie zwei  Kreativräume gehören zur umfangreichen Ausstattung unserer Klinik.

Behandlungs-Schwerpunkte

Noch immer ist die Alkoholabhängigkeit die am weitesten verbreitete Form der Sucht in Deutschland. Nach aktuellen Erhebungen sind 1,7 Millionen Deutsche abhängig von diesem Stoff, der physiologisch betrachtet ein Zellgift ist und dessen regelmäßiger Konsum erhebliche körperliche und seelische Folgeschäden anrichtet.

Rund jeder Vierte ist selbst direkt ( oder im engen Familienkreis) betroffen. Dabei spielen genetische Einflüsse ebenso eine Rolle wie das soziale Umfeld, Stressfaktoren und seelische Eigenheiten. In der Behandlung legen wir einen Schwerpunkt auf die veränderbaren Anteile dieser Bedingungen.

Um nicht erneut zur Flasche zu greifen, wenn ich abschalten möchte oder von Konflikten, Überforderung oder Trauer herausgefordert bin, ist die Stärkung von Selbstbewusstsein und Eigenverantwortung Voraussetzung.

Nach der erfolgten akuten Entgiftung bieten wir Betroffenen eine Entwöhnungsbehandlung an, die dazu dient, Hintergründe des Suchtverhaltens zu verstehen, Abstinenz zu trainieren und erneuten süchtigen Konsum zu verhindern. Dabei gilt es, die körperliche Gesundheit zu kräftigen durch Sport, regelmäßige gesunde Ernährung und ausreichenden Schlaf sowie ggf. Folgeschäden zu diagnostizieren und medizinisch zu behandeln.

Parallel werden in Einzel- und Gruppentherapien die Hintergründe der Suchtentwicklung und -aufrechterhaltung beleuchtet und alternative Einstellungen und Verhaltensweisen aufgezeigt. Wir ermutigen unsere Patientinnen und Patienten dazu, sich mitzuteilen und gerade in schwierigen Situationen die Auseinandersetzung nicht zu scheuen.

Angehörige von Alkoholkranken fühlen sich angesichts der Übermacht des Alkohols und vielfach gebrochenen Versprechungen oftmals selbst hilflos. Wir laden sie zu einem Angehörigen-Seminar ein, um gemeinsam mit anderen Bezugspersonen darüber zu sprechen, wie dies ist und welche Wege aus der Krise gangbar erscheinen. Der Austausch unter den Mitpatienten verdeutlicht, dass sich niemand mit seinen Problemen allein fühlen muss und ist ein wichtiger Wirkfaktor stationärer Therapie.

Drogenabhängigkeit hat vielfältige Ursachen. Meist steht  am Anfang der gemeinsame Konsum von scheinbar harmlosen Cannabisprodukten in der Clique.  Über Cannabis  erfolgt dann oft der Umstieg auf antriebssteigernde Drogen wie  MDMA, Amphetamine oder Halluzinogene wie LSD oder Psylocibin. 

Der Umstieg auf Drogen mit dem höchsten Suchtpotential wie Heroin, Kokain und Metamphetamine (Crystal Meth) stellt dann den Beginn der körperlichen Abhängigkeit und damit den Eintritt in den Teufelskreis der Sucht dar. Da der Handel von Drogen illegal und deshalb auf einem nicht kontrollierten Markt erfolgt, ergeben sich für die Konsumenten erhebliche zusätzliche Gesundheitsrisiken. Die Produkte werden von Dealern häufig mit hochgiftigen Beimengungen gestreckt und von den Betroffenen unter hygienisch bedenklichen Umständen konsumiert.

Wir bieten drogenabhängigen Patientinnen nach abgeschlossener stationärer Entgiftung (Drogenentzug) eine Entwöhnungsbehandlung an, die dazu dient, Hintergründe des Suchtverhaltens zu verstehen, Abstinenz zu trainieren und erneuten süchtigen Konsum zu verhindern. Dabei gilt es, die körperliche Gesundheit durch Sport, regelmäßige gesunde Ernährung und ausreichenden Schlaf  zu kräftigen sowie ggf. Folgeschäden zu diagnostizieren und medizinisch zu behandeln.

Parallel werden in Einzel- und Gruppentherapien die Hintergründe der Suchtentwicklung und -aufrechterhaltung beleuchtet und alternative Einstellungen und Verhaltensweisen aufgezeigt. Wir ermutigen unsere Patientinnen dazu, sich mitzuteilen und gerade in schwierigen Situationen die Auseinandersetzung nicht zu scheuen.

Stützende Angehörige beziehen wir wann immer möglich in die Behandlung mit ein. Oftmals ist auch ein Wechsel aus dem drogenassoziierten Umfeld nötig.

Die Abhängigkeit von Medikamenten, meist Schlaf-, Beruhigungs- und Schmerzmittel, entwickelt sich oft schleichend und betrifft überwiegend Ältere, speziell ältere Frauen. Bei Verzicht auf derartige Medikamente stellen sich Entzugssymptome wie Schlaflosigkeit, innere Unruhe, Zittern ein, die nahelegen, diese mit weiterer Pharmazie zu behandeln – ein Teufelskreis, von dem geschätzt 1,2 – 1,5 Millionen Menschen in Deutschland betroffen sind. Nicht selten tritt ein schädlicher Arzneimittelgebrauch  parallel zu seelischen Beschwerden wie Angst, Schlaflosigkeit, depressiven Verstimmungen auf. Gerade deshalb ist eine ganzheitliche Betrachtung der Lebenssituation Betroffener zwingend.

Wir erarbeiten mit Ihnen ein festes Abdosierungsschema und lindern Entzugssymptome durch Entspannungsübungen, alternative Beschäftigungen oder auch andere Medikamente, die nicht abhängig machen. Wir überwachen Sie medizinisch und klären Sie umfassend auf. Maßnahmen der Schlafhygiene, einen geregelten Tagesablauf, regelmäßige Bewegung und gesunde Ernährung sowie ggf. Krankengymnastik und physikalische Therapie lassen im Verlauf viele Arzneimittel überflüssig werden.

Schätzungen gehen von ca. 180.000 Menschen in Deutschland aus, die ein pathologisches Glücksspielverhalten zeigen, ca. 20% sind Frauen. Untersuchungen haben gezeigt, dass spielsüchtige Frauen oft erst relativ spät mit dem Spielen anfangen, dann aber relativ schnell abhängig werden. Sie nutzen das  Glücksspiel vorrangig um extrem negative Gefühle wie Angst, Trauer und Hoffnungslosigkeit zu betäuben. Pathologische Spielerinnen leiden häufig unter komorbiden Störungen, wie z.B. einer Posttraumatischen Belastungsstörung  PTBS, Depressionen, Angst- und Persönlichkeitsstörungen.
Exzessives Automatenspielen ist somit – ähnlich dem Konsum von Alkohol, Medikamenten und illegalen Drogen – als Versuch der Selbstheilung zu verstehen: Die Betroffenen spielen, um ihre psychischen Symptome zu bewältigen. Gerade für diese hoch belastete Patientinnengruppe ist ein frauenspezifisches Setting als sicherer Rahmen therapeutisch sinnvoll.

Der integrative therapeutische Ansatz: Sucht hat viele Gesichter

Gemäß unserem integrativen Therapiekonzept werden in der Fachklinik alle Patientinnen – ungeachtet von Alter und spezifischer Suchtproblematik – einer der vier Bezugsgruppen zugeteilt. So wird der Blickwinkel auf unterschiedliche Varianten von Suchtverhalten erweitert, die Spielerinnen werden schnell in die Gemeinschaft integriert  und möglichen Suchtverlagerungen wird entgegengewirkt.

Indikativgruppe „Spiel- und Onlinesucht“

Die Basistherapie wird für spielsüchtige Patientinnen um die fortlaufend stattfindende Indikativgruppe „Spiel- und Onlinesucht“ ergänzt. Hier stehen die spezifischen Probleme und Erfahrungen pathologischer Spielerinnen im Fokus, etwa die besondere Faszination des Mediums, der Kick des Spielens, psycho-soziale Aspekte der Spielsucht, Geldmanagement, Schuldenregulierung, Rückfallprophylaxe. Die intensive Arbeit in der Kleingruppe fördert  Krankheitseinsicht, Selbstakzeptanz und die Entwicklung alternativer Bewältigungsstrategien.

Zahlreiche Suchtpatientinnen haben in der Vergangenheit seelische, körperliche oder sexuelle Traumatisierung erlebt. Viele der Betroffenen leiden unter gravierenden psychosomatischen Folgestörungen, wie z.B. posttraumatischen Belastungsstörungen PTBS, Depressionen,  Angst-, Ess- oder Persönlichkeitsstörungen. Typische Symptome nach einer Traumatisierung sind das Wiedererleben in Form sich aufdrängender Bilder und Erinnerungen, Alpträume, starke Schreckhaftigkeit und ein chronisch erhöhter Stresspegel. Ebenso häufig sind ungünstige negative Bewertungen („Ich bin schuld“) und negative Gefühle wie Angst, Ekel, Schuld, Scham, Wut.
Der Einsatz von Suchtmitteln wie Alkohol, Medikamente, illegale Drogen oder auch das pathologische Spielen ist als Versuch der Selbstheilung zu verstehen: Die Betroffenen setzen Suchtmittel ein, um die Erinnerungen zu verdrängen und die quälenden Symptome der Traumatisierung zu bewältigen.

Einen sicheren Rahmen schaffen

Traumatisierte Menschen leiden häufig unter chronischer Anspannung und Alarmbereitschaft (posttraumatischer Stress) und haben dadurch das Gefühl, ständig in Gefahr und niemals in Sicherheit zu sein.
Die Förderung des subjektiven Gefühls von Sicherheit als Grundlage für Entspannung und Zulassen neuer Erfahrungen ist daher für die Behandlung zentral. Dies erreichen wir  u.a. durch den geschützten Rahmen unserer Frauenklinik und vielfältige stabilisierende Therapieangebote.

Ressourcenorientierte Psychotherapie

Die Abstinenz vom Suchtmittel erhöht die psychische Instabilität traumatisierter Patientinnen zunächst zusätzlich. Für den Erfolg der Behandlung ist eine verbindliche,  von Empathie und Wertschätzung geprägte therapeutische Beziehung besonders wichtig.
Auf dieser Grundlage können die Patientinnen eigene Ressourcen (wieder-) entdecken und diese in den unterschiedlichen Therapiebereichen (u.a. Ergo-, Sport-, Entspannungs- und Arbeitstherapie) gezielt für sich nutzen und ausbauen.

Trauma-spezifische Interventionen

Wir unterstützen unsere Patientinnen dabei, einen konstruktiven und sicheren Umgang mit den Folgen der Traumatisierung (u.a. Übererregung, Flashbacks, Vermeidung, Probleme der Impulskontrolle, Dissoziation und Selbstverletzendes Verhalten) zu finden. Dabei arbeiten wir mit bewährten Trauma-spezifischen Methoden unterschiedlicher Therapierichtungen. Ziel ist die Stabilisierung der Patientin durch Ressourcenarbeit, Stärkung der Selbstwirksamkeit sowie das Erlernen von Strategien (Skills) zur Reduzierung negativer Gefühle und selbstschädigender Impulse.

Magersucht, Bulimie und unkontrolliertes Essen (Binge-Eating) sind Ausdruck eines fehlenden seelischen Gleichgewichts und mit hohem Leidensdruck verbunden. 95% der von Anorexie und Bulimie Betroffenen sind weiblich. Der Beginn der Essstörung liegt meist in der Pubertät bis frühem Erwachsenenalter. Bei der Mehrzahl der suchtkranken Frauen geht die Entwicklung der Essstörung der stoffgebundenen Sucht voraus.

Das Zusammenspiel von Essstörung und stoffgebundener Sucht ist häufig alternierend, d.h. der Suchtmittelkonsum kann die Essstörung mildern, in Phasen der Abstinenz tritt die Essstörung (wieder) in den Vordergrund. Beiden Störungen gemeinsam ist ihre Bedeutung für der Regulierung von hoher Anspannung, negativen Gefühlen und Gedanken.

Patientinnen mit Anorexie, Bulimie oder Binge Eating bieten wir neben der Basistherapie Sucht zusätzliche indikative therapeutische Angebote zur Bearbeitung der Essstörung.

Basistherapie Sucht

Patientinnen mit komorbider Essstörung profitieren auch bezüglich dieser Problematik von der intensiven Einzel- und Gruppenpsychotherapie im Rahmen der Basistherapie. Wichtige Themen sind die Bearbeitung lebensgeschichtliche Hintergründe, Umgang mit Konflikten, Bewältigung starker Impulse und Gefühle, Stärkung von Selbstakzeptanz, Wahrnehmung und eigenverantwortlicher Umgang mit eigenen Wünschen und Bedürfnissen.

Die Analyse des individuellen Essverhaltens in der Einzeltherapie und das Aushandeln individueller Vereinbarungen (z.B. Essverträge, Wiegen) unterstützen die Entwicklung und Einhaltung eines gesunden Essverhaltens.

Die klare Tagesstruktur mit wechselnden Angeboten gibt Halt. So helfen Sport- und Entspannungstherapie dabei, den eigenen Körper positiv zu erleben und innere Befindlichkeiten wahrzunehmen.

Zusatzangebot – Indikativgruppe „Essstörungen“

In der wöchentlichen „Essgruppe“ steht der konkrete Umgang mit und die individuelle Funktionalität von Essen, Erbrechen oder auch Fasten im Zentrum. Der geschützte Rahmen der Kleingruppe reduziert Schamgefühle und erleichtert das Sprechen über tabuisierte Inhalte. Weitere wichtige Themen der Gruppe sind der Umgang mit dem eigenen Körper, die Wahrnehmung von Bedürfnissen, verzerrte Körperschemata, sowie hilfreiche Strategien zur Veränderung des Essverhaltens.

Suchtkranke Mütter von Kleinkindern im Altern von 0-6 Jahren können in unserer Klinik die stationäre Langzeitentwöhnung gemeinsam mit ihrem Kind absolvieren. Längere Trennungen oder die Fremdbetreuung des Kindes können so vermieden werden. Natürlich nehmen wir auch schwangere Frauen auf, deren Geburtstermin am Ende oder außerhalb der Behandlungszeit liegt.

Die Mütter bewohnen mit ihrem Kind ein Zimmer mit eigenem Bad, das je nach Bedarf zusätzlich mit Baby-/Kinderbett und Wickelkommode eingerichtet ist. Zur kindgerechten Ausstattung gehört auch der klinikeigene Kindergarten, der von erfahrenen Erzieherinnen kompetent und liebevoll geführt wird, sowie ein Spielbereich im Aufenthaltsraum. Der schöne Spielplatz mit hochwertigen Spielgeräten, das große Außengelände mit Ponys und Ziegen sowie ein nahegelegener Waldspielplatz laden zum Toben und Entdecken ein.

Wertschätzung – für suchtkranke Mütter besonders wichtig

Wir begegnen jeder Mutter und jedem Kind grundsätzlich mit Wertschätzung und Vertrauen in die eigene Entwicklungsfähigkeit.  Wir gehen davon aus, dass jede Mutter, die sich auf die Behandlung einlässt, eine gute Mutter sein und für ihr Kind das Beste will – selbst  wenn das in der Vergangenheit aufgrund der Suchterkrankung nur begrenzt möglich war.

Allein das intensive Zusammenleben unter Abstinenzbedingungen bewirkt oft schon eine deutliche Verbesserung der Mutter-Kind-Beziehung. Das Kind erlebt die Mutter als zuverlässige, emotional ansprechbare Bezugsperson. Die Klinik stellt den sicheren Rahmen, in dem sich Phasen des intensiven Miteinander und der guten Trennung abwechseln können.

Wann ist endlich Kindergarten?

Während der Therapiezeiten der Mutter werden die Kinder von erfahrenen Erzieherinnen im klinikeigenen Kindergarten betreut. In der Kleingruppe von 6-10 Kindern wird auf jedes einzelne Kind eingegangen. Auch Kinder mit erhöhtem Betreuungsbedarf können integriert und gefördert werden. Regelmäßiges Highlight für die Kinder ist das wöchentliche Ponyreiten.
Die Erzieherinnen beraten die Mütter zu altersgerechten Aktivitäten mit dem Kind  und geben auch regelmäßig Rückmeldung zu praktischen und erzieherischen Fragen rund um das Kind.

Grenzen setzen ist nicht leicht…

In der therapeutisch angeleiteten Müttergruppe und in Einzelgesprächen können Mütter ihr Erziehungsverhalten reflektieren. Sie bekommen Anregungen für einen konstruktiven Erziehungsstil und werden in der praktischen Umsetzung unterstützt.
Wird beim Kind ein möglicher Förderbedarf festgestellt, organisieren wir in Absprache mit der Mutter zeitnah externe Termine zur diagnostischen Abklärung und frühzeitigen Einleitung notwendiger Therapien. Bei Bedarf unterstützen wir die Mutter bei der Organisation weiterer Hilfen durch das Jugendamt oder andere Institutionen (Krippenplatz, Erziehungsberatung, sozialpädagogische Familienhilfe).

Sucht im Alter ist erst in den letzten Jahren ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Immer mehr ältere Menschen entwickeln eine Suchtmittelabhängigkeit.  Dies liegt an der deutlich gestiegenen Lebenserwartung, an dem insgesamt gestiegenen Alkohol- und Medikamentenkonsum, aber auch an den besonderen Belastungen, mit denen sich ältere Menschen konfrontiert sehen: Tod des Partners, Ausscheiden aus dem Beruf, Verlust des vertrauten Umfelds, zunehmende körperliche Einschränkungen.

Auf die Bedürfnisse eingehen

Bei älteren Frauen ist der Suchtmittelkonsum mit starken Schamgefühlen verbunden und das Annehmen professioneller Hilfe fällt dieser Generation besonders schwer. Sie brauchen in der Klinik von Anfang an eine feste  Ansprechperson, die Orientierung, Wertschätzung und Sicherheit vermittelt. Der familiäre Rahmen unserer Frauenklinik und das Eingehen auf die individuellen  körperlichen und psychischen Bedürfnisse älterer Patientinnen stellt dies sicher.

Spezifische Aspekte in der Behandlung älterer Patientinnen

Für jede Patientin wird auf Basis der persönlichen Ressourcen wie auch der jeweiligen Belastungsgrenzen ein individueller Therapieplan erstellt. Ältere Patientinnen erhalten bei Bedarf die Möglichkeit zusätzlicher Ruhephasen im Tagesablauf sowie praktische Hilfe durch  Hauswirtschaft und Medizin.

Die psychotherapeutische Behandlung sieht neben flexibel vereinbarten Einzelterminen auch die intensive Einbeziehung von wichtigen Bezugspersonen im Rahmen der Angehörigenarbeit vor.

Neben den suchtspezifischen Therapieangeboten unterstützen spezielle Angebote für diese Altersgruppe den Wiederaufbau und Erhalt von größtmöglicher Selbstständigkeit im Alltag. Hierzu gehören Ergotherapie, Kognitives Training sowie Alltagspraktisches Training.

Die Vorbereitung auf die Entlassung schließt häufig auch die Kooperation mit Institutionen im Seniorenbereich (z.B. Ambulante Hilfen, Betreutes Wohnen) ein.

Therapiebausteine

Unser Behandlungskonzept ist abstinenzorientiert und ganzheitlich ausgerichtet. Patientinnen lernen, die individuellen Hintergründe, die zur Entwicklung und Aufrechterhaltung ihrer Suchterkrankung beigetragen haben besser zu verstehen und erwerben die Fähigkeiten und Fertigkeiten, ihren Alltag künftig suchtmittelfrei zu bewältigen.

Die Fachklinik Haus Kraichtalblick bietet Ihnen einen kompetenten und verlässlichen  Rahmen für Ihre Therapie.

Unser ganzheitliches Behandlungskonzept umfasst intensive medizinische und psychotherapeutische Begleitung  ebenso wie kreative, soziale, sportliche und tiergestützte Therapieangebote.

Viele Suchtpatientinnen haben in der Vergangenheit belastende oder auch traumatische Erfahrungen gemacht. Hierzu zählen u.a. seelische und körperliche Vernachlässigung und Gewalt, sexuelle Übergriffe in Kindheit und Erwachsenenalter, der Verlust wichtiger Bezugspersonen oder die Doppelbelastung als berufstätige, oft auch alleinerziehende Mutter.

Der Einsatz von Suchtmitteln wie Alkohol, Medikamente, illegale Drogen oder exzessives Glücksspiel ist oft als – gescheiterter – Versuch der Selbstheilung zu verstehen. In der Therapie helfen wir Ihnen die Hintergründe Ihrer Suchterkrankung zu verstehen, ihre aktuelle Lebenssituation zu verbessern und eine tragfähige Perspektive für die Zukunft zu entwickeln.

Unser medizinisches Team (Psychiater, Allgemeinärztin, Pflegekräfte, Physiotherapeutin) unterstützt Sie bei der Verbesserung oder Wiedererlangung Ihrer körperlichen und seelischen Gesundheit.

Jede Patientin wird individuell wahrgenommen und von einem engagierten, multiprofessionellen Team im Hinblick auf ihre persönlichen Anliegen und Ziele unterstützt.
Für eine erfolgreiche Behandlung ist eine verbindliche, von Empathie und Wertschätzung geprägte therapeutische Beziehung besonders wichtig. Auf dieser Grundlage können Patientinnen ihre Entwicklung reflektieren, eigene Grenzen und Bedürfnisse wahrnehmen und lernen sich aktiv für deren Sicherstellung einzusetzen.

Die Erfahrung, sich in Notlagen Hilfe holen zu können, ist oftmals ein erster Schritt zur Entwicklung von Eigenverantwortung, Selbstfürsorge und Selbstwirksamkeit. Neben der Bearbeitung von Problembereichen ist die Förderung von individuellen Ressourcen wesentlich für eine dauerhafte zufriedene Abstinenz. Die intensive Einzel- und Gruppentherapie wird durch vielfältige störungs- und themenspezifische Therapieangebote ergänzt.

Eine Suchterkrankung betrifft das gesamte Familiensystem. Deshalb beziehen wir auch die Angehörigen in die Therapie ein.

Viele Patientinnen bringen neben der Suchterkrankung weitere psychischen Symptome mit, die wir selbstverständlich mit behandeln.  Zu den häufigsten komorbiden Störungen gehören Depressionen, Posttraumatische Belastungsstörungen bzw. Traumafolgestörungen und Essstörungen für die wir jeweils zusätzliche Therapieangebote vorhalten.

Das kreative Arbeiten in der Ergo- und der alltagspraktische Einsatz in der Arbeitstherapie stellen wichtige Erfahrungsfelder für die Entwicklung von Kompetenzerleben und Stärkung des Selbstwertgefühls dar. Hier können Patientinnen ihre kreativen Fähigkeiten (wieder-)entdecken, Neues ausprobieren, lernen Misserfolge auszuhalten und Erfolgserlebnisse zu schätzen.

Die Wahrnehmung des eigenen Körpers in Ruhe und Bewegung fördert den positiven Kontakt mit dem Körper, den Aufbau von Widerstandskraft und Bewusstheit im Hier und Jetzt. Im Sport finden Patientinnen wichtige Ansatzpunkte, wie sie sich in ihrem Körper wohl fühlen oder auch bei emotionalen Krisen entlasten können.

Der verantwortliche Umgang mit den Ponys und Ziegen ist für viele Patientinnen wohltuend und beruhigend, stärkt Selbstvertrauen und Durchsetzungsfähigkeit.

Freizeitangebote

  • Das weitläufige Klinikgelände und die nähere Umgebung mit Feldern, Wald und Wiesen laden zum joggen, walken oder entspannten spazierengehen ein.

  • Im Haus können Sie täglich den modern ausgestatteten Fitnessraum, die Turnhalle mit Kegelbahn, Tischtennis und Billard nutzen. Die Sauna steht an drei Abenden zur Verfügung.

  • Unsere Kreativräume sind rund um die Uhr für Ihre künstlerischen Projekte geöffnet.

  • Das Kaminzimmer mit einer offenen Bibliothek, Gesellschaftsspielen und gemütlicher Sitzecke lädt zum Plaudern und Verweilen ein.
  • Im Sommer ist der schön bepflanzte Innenhof das soziale Zentrum der Klinik.

  • Am Wochenende öffnet das Café Klatsch. Im Sommer können Patientinnen und Gäste Getränke, Eis und Kuchen auf der Sonnenterrasse geniessen.

  • Kinder finden im klinikeigenen Kindergarten, im Kaminzimmer, auf dem großzügig angelegten Spielplatz und dem nahegelegenen Waldspielplatz kindgerechte Spiel-, Bewegungs- und Erfahrungsräume.

  • Unsere Ponys und Ziegen vor allem aber das wöchentliche Ponyreiten sind die Highlights für unsere kleinen Gäste.

Auf der Karte finden Sie weitere interessante Sehenswürdigkeiten in der näheren Umgebung, die sie zu Fuß, per Fahrrad oder mit der S-Bahn erreichen:

zuweiser

  • Wir benötigen eine gültige Kostenzusage.
  • Vor der Aufnahme sollte ein ärztlich begleiteter ambulanter oder qualifizierter stationärer Entzug abgeschlossen sein.
  • Damit wir die für die Behandlung erforderlichen patientenbezogenen Daten erheben, verarbeiten und speichern dürfen, benötigen wir eine entspechende Einwilligungserklärung der Patientin.
  • Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg (Federführung)
  • Deutsche Rentenversicherung Bund
  • andere Rentenversicherungsträger
  • Krankenkassen
  • Heilfürsorge
  • Beihilfe
  • Jugendämter (bei Begleitkindern)
  • Die Mitaufnahme von Begleitkindern im nicht schulfplichtigen Alter (0 – 6 Jahre) ist möglich.
  • Auch schwangere Patientinnen können aufgenommen werden.
  • Wir sind auf die Behandlung von älteren Patientinnen sowie auf Patientinnen mit kognitiven Einschränkungen eingerichtet.
  • Patientinnen mit einer akuten Psychose können in unserem Behandlungssetting nicht behandelt werden.
  • Akut suizidale Patientinnen können nicht aufgenommen werden.
  • Unsere Klinik ist für gehbehinderte Patientinnen, die auf einen Rollstuhl anwiesen sind, leider nicht geeignet.
  • Eine allgemeine Zulassung gem. § 35 BtmG besteht nicht.

Service

Die medizinische Rehabilitationsmaßnahme muss bei dem für Sie zuständigen Leistungsträger, d.h. bei der Rentenversicherung, Ihrer Krankenversicherung oder dem Sozialleistungsträger beantragt werden. Suchtberatungsstellen, Ihr Hausarzt oder, wenn Sie sich gerade zur Behandlung in einem Krankenhaus befinden, der Sozialdienst des Krankenhauses beraten und unterstützen Sie bei der Antragsstellung und allen damit zusammenhängenden Fragen.

Wir bieten gerne an, unsere Klinik im Rahmen einer Besichtigung kennen zu lernen. Eine Patientin unserer Klinik wird Ihnen die Einrichtung zeigen. Im Rahmen eines persönlichen Vorgesprächs mit der therapeutischen Leitung können wir Ihre Fragen zu unserem Behandlungsangebot klären.

Game over
Behandlung pathologischer Glücksspielerinnen in der Fachklinik Haus Kraichtalblick

Es ist (fast) nie zu spät…
Suchttherapie für älterere Patienteninnen in der Fachklinik Haus Kraichtalblick

Kinder willkommen!
Mutter-Kind-Behandlung in der Fachklinik Haus Kraichtalblick

Sicherheit (wieder) finden…
Traumasensible Suchttherapie in der Fachklinik Haus Kraichtalblick

Therapieordnung
Therapieordnung der Fachklinik Haus Kraichtalblick

Erlebniskarte Stadt Kraichtal
Freizeit-und Erlebniskarte der Stadt Kraichtal